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Dieses Thema hat 86 Antworten
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 DHM Deutsche historische Motorradmeisterschaft
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Motorsportler Offline

Schrauber


Beiträge: 984

21.02.2011 08:42
#26 RE: Neuer Pressebericht über die DHM antworten

Lieber Winzling,

da bin ich beruhigt, da Deine Aussage für den Betrachter so aussah, als hätten die Veranstalter der DHM eine solche Erklärung abgegeben.

Dieses hast Du ja jetzt richtig gestellt, was ich als sehr ehrlich erachte.

Vielen Dank.

Ich möchte nur zu diesem Thema eines anmerken. Die Zeiten haben sich sicherlich verändert, was auch bereits in vielen Zeitschriften diskutiert wurden.

Die alten Rennmaschinen wandern ins Museum, weil die oft älteren Besitzer sie nicht mehr fahren wollen oder auch können.

Neuere Rennmaschinen Ende der siebziger und achtziger Jahre, sind so teuer, das sie
kaum noch für einen Privatmann zu bezahlen und von Ihrer Technik so kompliziert sind, das man sich kaum traut diese noch zu bewegen.

Hinzu kommt das die Startgelder aufgrund der Preise der Rennstreckenbetreiber, der Benzinpreis und alles drum herum gestiegen sind, was viele auch bewegt mit Eigenbauten anzutreten.

Echte Rennmaschinen sind immer willkommen und das Salz in der Suppe.Leider sind diese heute zu schade, um sie im Renneinsatz zu bewegen.

Aber sind Motorräder die 30 oder 40 Jahre alt sind keine Klassiker??

Machen ihre Besitzer nicht das gleiche wie frühere Fahrer, nämlich optimieren ihre Motorräder, um Fahrwerk und Motorleistung zu verbessern, wobei auch sehr schöne Einzelstücke entstehen?

Ist es nicht zu begrüßen, das die DHM auch Neueinsteiger die Möglichkeit gibt mit günstigen Material Motorsport zu betreiben?

Oder soll die DHM nur der Mindertheit von reichen Personen zur Verfügung stehen, die sich für zichtausend eine echte Rennmaschine leisten können. (Hierfür gibt es nach meinem Dafürhalten die Präsentationsfahrten)

Ich denke, das sind Fragen, über die wir uns hier einmal austauschen sollten.

mit sportlichen Grüßen

Stephan Otto

Carco Online

Profi


Beiträge: 1.954

21.02.2011 09:14
#27 RE: Neuer Pressebericht über die DHM antworten

Also ich muß sagen, wenn auch diese etwas sarkastische Erklärung einen Entwurf des Autors darstellt der sie eingestellt hat, so trifft sie doch den Nagel auf den Kopf.

Wenn man bedenkt wie viel Geld und Mühe investiert wird, um dem gefakten Material noch mehr Leistung abzugewinnen, wo es doch nur um "Gleichmäßigkeit" geht, wo Hubraumerweiterungen, um sich einen Leistungsvorteil gegenüber der "Konkurrenz" zu sichern auf der Tagesordnung steht, wo das Material immer jünger wird, weil billiger zu haben und ggf. leichter nachzubauen ist, wo die Eitelkeit der Besitzer die Ehrlichkeit schlägt, da stimmt dann etwas mit diesem,... nennen wir es ruhig "Sport" nicht mehr.

Hier hat der Ausrichter, der VFV meines Erachtens auf ganzer Linie versagt. Alle eigenen Grundsätze wurden dem Mammon geopfert.
Um möglichst volle Starterfelder zu erzielen wurden alle eigenen Grundsätze über Bord geworfen und das Reglement nach und nach aufgeweicht.
Statt sich mit zwei oder drei hochkarätigen Veranstaltungen mit echten und originalen Rennmaschinen zu begnügen, wurden dem heutigen Treiben alle Türen und Tore geöffnet. Als Alibiveranstaltung gibt es dann eben diese zwei Veranstaltungen, zumindest in Grenzen.

Da fahren Leute "Rennen" mit modernem auf alt getrimmten Material, wo es doch nur um Gleichmäßigkeit geht. Hier wird dann Geschwindigkeit und Überlegenheit mit viel Geld erkauft. Da fahren Harleygespanne mit modernen Motorleistungen um einen Kurs usw.
Würden diese eitlen Menschen an aktuellen Rennen teilnehmen, würden sie sich vermutlich nicht einmal annähernd qualifizieren können. Da reicht dann auch der Geldeinsatz nicht mehr. Da kommt es dann mehr auf fahrerische Qualitäten an.

Das schlimme an der ganzen Sache ist, wie überall, es geht hier nur ums liebe Geld. Man opfert halt alles für den Mammon.

Nein, ich bin nicht verbittert. Ich bin Realist.
Nein, ich bin auch kein Neider. Ich besitze eine originale AJS 7R und andere wertvolle Rennmaschinen. Auch ich habe einige Teile nachgebaut. Nicht um mehr Leistung zu erzielen sondern, um zu vervollständigen.

Aber ich sage gerne meine Meinung, auch wenn einigen diese nicht passt. Wer aber mal ganz ehrlich ist, der wird die gleichen Schlüsse ziehen.

Die meisten dieser Veranstaltungen tragen sich doch nur durch die Nenngelder der Teilnehmer. Viele Zuschauer auf Tribühnen sucht man, von einigen wenigen Veranstaltungen abgesehen, meist vergebens, wenn man die Angehörigen der Teilnehmer einmal ausklammert.

Irgendwelche Einwände?

Viele Grüße

Carco

Viele Grüße

Carco

Nur tote Fische schwimmen mit dem Strom.

Carco Online

Profi


Beiträge: 1.954

21.02.2011 09:27
#28 RE: Neuer Pressebericht über die DHM antworten

Die wohl als offizielle Erklärung anzunehmenden obigen Sätze von Stephan Otto müssen eigentlich jedem zu denken geben.
Es ist also mittlerweile egal womit angetreten wird, Hauptsache alt.

Echte Rennmaschinen sind willkommen, aber die Ausnahme.

Was für eine Kapitulation an die eigentliche Idee dieser Veteranenveranstaltungen.

Da bleibt mir echt die Spucke weg.

Viele Grüße

Carco

Viele Grüße

Carco

Nur tote Fische schwimmen mit dem Strom.

Motorsportler Offline

Schrauber


Beiträge: 984

21.02.2011 11:47
#29 RE: Neuer Pressebericht über die DHM antworten

Schade, ich fande Deine erste Einlassung gerade sehr objektiv und anregend.

Jetzt wo Du, wie Du selbst schreibst seit 1983 nicht mehr an den Veranstaltungen teilnimmst, schimmpfst Du auf diese Veranstaltung.
Gerade wenn Du so eine edle Rennmaschine fährst, warum nimmst Du denn nicht mehr teil? Komm nach Oschersleben am 1. April und präsentiere sie uns.

Und bedenke bitte eines mit, 10 oder 15 Startern kannst Du leider keinen Nürburgring für ein Wochenende anmieten.

Deshalb lieber Carco, ich lade Dich persönlich zu einer unserer Veranstaltung ein.
Gerne würde ich aus der Vergangenheit von Dir erfahren und versuchen, Deine Ideen und Einwendungen in zukünftige Veranstaltungen zu berücksichtigen.

Aber bitte, eine bestehende und funktionierende Motorsportserie pauschal runterzuputzen halte ich für nicht richtig.
Darüber hinaus schlägst Du manchen Fahrer geradezu in Gesicht. Wenn jemand eine Eckert Honda mit viel Mühe und einem hohen finanziellen Aufwand neu und originalgetreu mit Hilfe des Herrn Eckert aufbaut, hat er es dann verdient als "Jedermann" herabgewürdigt zu werden??

Ich kann Dir sagen, das zum Beisspiel von dieser Maschine nicht nur viele Zuschauer im Fahrerlager begeistert sind.

Oder ein anderes andere Beispiel. Eine echte Honda CR 750 als Werksmaschine wirst Du kaum mehr auf einer Strecke sehen. Ist es nicht schön, eine solche als orginalgetreuen Nachbau zu sehen. Hat dieser technische Aufwand, die hier jemand betreibt nicht auch allen Respekt verdient?

Ja die Zeiten haben sich geändert, sie sind aber nicht schlechter geworden.

Der Rennsport ging nach 1960 weiter und die echten Werksrenner sind so teuer, dass sie sich kaum noch einer leisten kann. Und deshalb kommen auch viele Eigenbauten.

Und in einem wirst Du mir sicherlich recht geben, würden die ganzen echten Rennmaschinen heute noch bewegt werden, müsste die DHM nicht jüngere Maschinen zulassen.

Deshalb auch eine Frage an Dich, läßt Du einen heute 18 jährigen, als Nachwuchs mit Deinen edlen Rennern fahren?? Oder wer gibt denn altes Material an jüngere Fahrer weiter.

Ich kenne nur einen bisher der dies bei der DHM macht, was sehr zu begrüssen ist.

Schließlich möchte ich nur noch eines zu bedenken geben. Wir Fahrer fahren nicht auf eine Rennstrecke damit uns Zuschauer fotografieren oder nur unsere Maschinen betrachten. Das sollte den echten und in der Vergangenheit erfolgreichen Rennfahren vorbehalten bleiben.

Wir fahren auf die Strecke, weil wir unter Freunden auf den Rennstrecken Motorsport betreiben wollen und zwar auf den uns geliebten Maschinen. Dabei kommt es nicht darauf an, ob auf einer Norton Manx oder auf einer BMW R 100 RS betreibe.

Der Spaß sollte bei den ohnhin nicht geringen Kosten dieses Hobby`s, im Vordergrund bleiben.

Ich darf es an dieser Stelle noch einmal betonen das für ein ganz geringes Startgeld am 1. April 2011 in Oschersleben, jeder die Möglichkeit hat, seinen Renner auch aus der Vorkriegszeit zu bewegen.

Kommt hin, gestaltet mit und gebt uns Eure Wünsche weiter und nehmt aktiv an der Gestaltung der Serie teil.

mit sportlichen Grüßen

Stephan Otto

Raceman Offline

Schrauber

Beiträge: 508

21.02.2011 12:20
#30 RE: Neuer Pressebericht über die DHM antworten

Hallo Carco,


bevor dir ganz die Spucke weg bleibt, mach erstmal ein Bier auf

Vielleicht ist es Ihnen entgangen, das Stephan Otto geschrieben hat das die DHM sich mit den Startgeldern gerade mal deckt, es steht also kein wirtschaftlicher Gewinn dahinter.
Also kann doch hier vom Mammon wohl nicht die Rede sein und es macht sich auch niemand auf anderer Leute Kosten die Taschen voll.

Dann möchte ich mal wissen was heute der Profisport mit dem sportlichen Gedanken gemein hat? Sei es Fußball oder anderweitiger Motorsport. Da geht es um Millonen und um Werbeverträgeaber Haupsache die " Sportler" und "Vereine" bekommen einen Batzen Geld. Hat das was mit ehrlichen Sportsgeist zu tun? Ich glaube nichts.

Ich verstehe garnicht warum hier so über den VFV und die DHM ständig abgelästert wird. Wer nicht will brauch doch nicht und wer gerne möchte der kann.

Der Ursprungsgedanke historisches Material zu Präsentieren war wohl eindeutig, ohne Frage. Aber vielleicht geht es hier ja grade ums Geld.
Wer als Privatier orginales Rennmaterial hat, der stellt es lieber ins Museum oder ins Wohnzimmer, als damit auf der Strecke zu fahren. Sofern nicht gerade das Werk ein Interesse daran hat und das ganze sponsort. Durchaus verständlich und nachvollziehbar, sind doch die Schätzchen auch bare Münze wert.

Wenn Ihnen soviel daran gelegen ist, das echtes historisches Material auf die Strecke kommt, warum stellen Sie nicht dann Ihren Boyracer jemanden zur Verfügung? Der Herr Amelang macht das auch mit seiner Norton.
So hat auch der Nachwuchs mal die Gelegenheit sich mit historischen Rennern auseinander zu setzten.

Leute die gerne fahren wollen, sei es mit orginalem Material, oder auch Nachbauten, die werden auch fahren. Die, welche immer was an solchen Veranstaltungen auszusetzen haben, fahren sowieso nicht.
Geht es doch hier genauso wie bei vielen anderen Veranstaltungen eher aus Spaß an der Freude.
Das Publikum merkt es nicht ob dort eine Replica fährt oder nicht, es ist ihr auch glaube ich schnurz egal.

Ach und nochmal zu den Zuschauern.
Gewiss gibt es Veranstaltungen mit wenigern Zuschauern als der Veranstalter sich gerne wünscht. Meist sind es die Stadtkurse die wirkliche Massen von begeistertem Publikum anziehen. Schotten, St Wendel zB.

beste Grüße Klaus

Carco Online

Profi


Beiträge: 1.954

21.02.2011 13:59
#31 RE: Neuer Pressebericht über die DHM antworten

Also erst einmal bekam ich in Form von einigen PN's ziemlich Zuspruch auf meine Einlassungen hier, was mir zeigt dass auch andere Menschen genauso denken wie ich. Leider wurde dieses bisher nur wenig öffentlich diskutiert. An der Strecke wohl schon.
Die meisten bleiben dann halt einfach weg und ende.

Ist wie bei den Wahlen. Wer resigniert geht einfach nicht mehr hin.

Ich bin 1994 mit meiner AJS 7R zu einer Einstellfahrt am Nürburgring gefahren. Was mich dort schon recht fies ankotzte (ich benutze absichlich jetzt dieses vulgäre Wort, um zu verdeutlichen was ich davon hielt), war, dass ich zu Einstellfahrten eine Tageslizenz erwerben musste.
Wer käme da nicht auf die Idee vom Mammon. Schließlich kostete die Teilnahme an den Einstellfahrten auch Geld.

Wenn ich in Zolder trainieren wollte, brauchte ich noch nicht einmal einen Führerschein.
Fortan beobachtete ich diese Szene nur noch als passiver Gast und sah wie dieser an sich sehr schöne Wettbewerb zum Bastelbudenzauber verkam.
Meine jetzige Ausdrucksweise mag etwas scharf klingen, aber ich möchte damit sehr untermauern was ich und wohl mittlerweile viele andere davon halten.

Ich sehe ein dass wie auch bei Automobilsportveranstaltungen die Organisatoren immer jünger werden und gerne die Fahrzeuge bevorzugen die sie in ihrer Zeit erlebten. Da passt halt der alte Kram nicht mehr so rein. Auch wenn ich mehr Anmeldungen für jüngere Maschinen bekomme bin ich mehr als entzückt, schließlich muß die Miete der Rennstrecke ja bezahlt werden.

Die Idee aber war damals historische Rennsportfahrzeuge wieder auf die Rennstrecke zu bringen, um den Besitzern dieser Maschinen eine Gelegenheit zu bieten diese auf Rennstrecken zu bewegen und etwaigen Zuschauern diese alte Technik vorzuführen. Der Gedanke an besetzte Zuschauerränge war den Teilnehmern damals ebenso fremd wie vermutlich den heutigen Teilnehmern.
Die Teilnehmerfelder bestanden fast ausnahmslos aus ehemaligen Werks- und Produktionrennmaschinen. Vorkriegs- wie Nachkriegsrennern und einige wenige Gespanne.

Diese Veranstaltungen waren so attraktiv das man sich in den Achtziger Jahren beim VFV Gedanken über Reglements und weitere Klasseneinteilungen machen musste.

Der Einstieg der OMK damals brachte schließlich nicht eine qualititive Verbesserung wie damals anberaumt, sondern letztlich den Tod des alten Systems mit dem wunderschönen originalen Material, welches wie schon angemerkt heute lieber in Museen oder zu Hause in den Wohnzimmern der Besitzer steht.

Fragt man aber die Besitzer dieser Maschinen wird man oftmals die gleichen Antworten erhalten. Viele haben kein Interesse ihre Maschinen dem heutigen Reglement anzupassen, fühlen sich in Begleitung deutlich schnellerer "Bastelbuden" nicht wohl.

Um auf das von Dir erwähnte Material zu kommen:
Ob eine ordinäre Honda CB750 Four K2 die nachträglich mit Eckert Teilen aufgebaut nun zur "Eckert Honda K1" wird, mag jeder für sich entscheiden.
Für den Kenner der Materie bleibt es das Motorrad was es einmal war, auch wenn der Besitzer ganze Seiten Motorradhefte damit füllt, um der Allgemeinheit etwas anderes zu sagen.
Anders eine wirkliche Eckert Honda mit Spezialrahmen, die es auch bei diesen Veranstaltungen zu sehen gibt.
Und auf das Beispiel Honda CR750 zu kommen; klar hat ein originalgetreuer Nachbau einer solchen Maschine allen Respekt verdient, wenn er dann auch originalgetreu ist und dann als solcher auch deklariert wird. Nur dann, und nur dann, kostet aber auch dieses Motorrad ein Vermögen, so man diese originalen Teile erst erwerben muß.
Ich weiß wovon ich schreibe, da ich ein solches Motorrad mein eigen nenne.

Was jedoch häfig gezeigt wird, sind leicht modifizierte Hondas die mit einer Verkleidung, einem langen Tank und Höcker sowie passender Lackierung in den damaligen Werksfarben als CR750 vorgestellt werden.
Nach wie vor bedeutet Replika Kopie des Originals. Auch wenn man in Deutschland landläufig der Meinung ist es reiche schon ein wenig das Aussehen des Originals.

Natürlich haben sich die Zeiten geändert, ob sie aber wirklich nicht schlechter geworden sind?

Echtes altes Material suche ich jedenfalls fast vergebens. Und wenn man von Geld spricht, es war damals auch nicht billig einen alten Werksrenner oder einen Produktionracer wie die AJS 7R, G50 oder Norton Manx zu kaufen und zu unterhalten.

Zitat:
"Und in einem wirst Du mir sicherlich recht geben, würden die ganzen echten Rennmaschinen heute noch bewegt werden, müsste die DHM nicht jüngere Maschinen zulassen."

Genau das ist das Dilemma dieser "Rennserie". Klasseneinteilungen und Qualität des seit den mitte der Achtziger Jahren eingesetztem Materials passten nicht mehr zusammen. Hinzu kamen bürokratische Akte wie Einführung von Lizenzen, Geräuschbestimmungen und damals sogar Altersbeschränkungen.

Mit der Einführung von vermeintlicher Professionalität wurde dem alten System schließlich der Garaus gemacht.
Man kennt das aus vielen anderen Bereichen des Lebens.

Zum Nachwuchs; Klar würde ich meinem Sohn meine AJS oder auch ein anderes Rennmotorrad zur Verfügung stellen, wenn er nur wollte.
Ich kann aber verstehen dass man sein teures Material ungern anderen überlässt, wenn eine Reparatur letztlich ein Vermögen verschlingt.

Ich will diese DHM-Serie auch nicht verdammen, wie jetzt vielleicht von einigen angenommen wird, aber es sind die Ansprüche die mit der Wirklichkeit nicht mithalten.

Soll man es doch beim Namen nennen. Sportserie für Bastelbuden, Eigenbauten und Nachbauten. Auch damit kann man Spaß haben und die Teilnehmer haben sicherlich Spaß dabei. Davon bin ich überzeugt.

Aber:
Zitat:
"Oder soll die DHM nur der Mindertheit von reichen Personen zur Verfügung stehen, die sich für zichtausend eine echte Rennmaschine leisten können. (Hierfür gibt es nach meinem Dafürhalten die Präsentationsfahrten)"

Ich meine solch eine Aussage sagt doch schon alles, oder?

Und soweit ich jetzt mal den Thread zurück verfolgen kann ging es ja wohl in einem Beitrag auch um den Einsatz von echtem Material und wie es damit steht.

Ich denke mit der oben angeführten Aussage sollte jedem Besitzer einer originalen alten Rennmaschine klar sein wohin der Zug gefahren ist.


Das in Stadtkursen das allgemeine Interesse sehr groß ist, liegt wohl auf der Hand. Aber gerade dort werden auch noch viele Originale präsentiert, oft auch ohne die mittlerweile üblichen geräuschdämmenden Maßnahmen, die zwar verständlich sind, aber nicht in das Bild einer alten Rennmaschine passen wollen.

Auch diese "Geräuschbestimmungen" sorgen eben für das Wegbleiben alter Originale in den Serien.

Wenn wirklich daran gelegen ist diese alten Originale wieder auf die Strecken zu bringen, dann nur mit gewissen Zugeständnissen an die Fahrer, sprich Sonderrechten, ohne Lizenzzwang und geräuschmindernden Maßnahmen, wie es ja sogar bei einigen Veranstaltungen bereits heute in Form von Demonstrationsläufen gemacht wird.

Ich bezweifel aber dass daran wirkliches Interesse besteht, nicht nur auf Grund der heutigen politischen Verhältnisse. Und für 10 Minuten fahren dürfen werden die wenigsten Ihre Schätze heraus holen und einige hundert Kilometer zu einer solchen Veranstaltung fahren.
Füntes Rad am Wagen waren wir schon damals beim AVD Oldtimer GP am Nürburgring. das passte einfach nicht.

Sei es drum, ich habe eine Meinung zu diesem Thema kund getan (man muß sie nicht gutheißen), aber wenn sie zum Nachdenken und weiteren kontroversen Diskussionen anregt war sie sinnvoll.
Ich weiß auch das diese Meinung viele Veteranenfreunde teilen. Macht was draus oder macht weiter wie bisher, ohne solche Schätze.

Viele Grüße

Carco

Viele Grüße

Carco

Nur tote Fische schwimmen mit dem Strom.

Motorsportler Offline

Schrauber


Beiträge: 984

21.02.2011 14:23
#32 RE: Neuer Pressebericht über die DHM antworten

"Macht was draus oder macht weiter wie bisher, ohne solche Schätze."

zu diesm Satz möchte ich Dir ganz klar antworten,

komm zu uns,
werde aktiv,
ändere etwas.

Finde eine Lösung, wie Du die echten Renner an die Rennstrecke bekommst.

Bei uns seit ihre alle Herzlich Willkommen.

mit sportlichen Grüßen

Stephan Otto

winzling Offline

Profi


Beiträge: 4.909

21.02.2011 15:06
#33 RE: Neuer Pressebericht über die DHM antworten

"Das Publikum merkt es nicht ob dort eine Replica fährt oder nicht, es ist ihr auch glaube ich schnurz egal." - genau das schätze ich anders ein.

Das Publikum kann es im Einzelfall auch nicht merken, weil nicht Jeder ein Typenfachmann ist. Jedoch glaube ich das es dem Publikum nicht egal ist!

Mir geht auch das Herz auf wenn ich einen Nachbau einer Harley "eight-Valve" oder "Brumm"-Rudge ... ect. sehe und fahren sehe. Die Besitzer und Schöpfer dieser Fahrzeuge habe ich sehr auskunftsfreudig, ehrlich und freundschaftlich erlebt.
Und wenn doch mal Jemand sehr eitel ist sei es ihm verziehen - der Uneitle werfe den ersten Schraubenschlüssel.

Ich würde mich freuen wenn auch dem Prublikum klarer wird was authentisch ist (Material und Fahrleistungen). Und es gibt sicher auch Publikum welches sich sehr freut wenn es den originalen Werksrenner, die Werksreplika, oder den Produktionracer erkennen kann.
Die Präsentation bzw. die Fahrleistungen eines solchen Motorrades können dann entsprechend gewürdigt werden, auch wenn es dann im Feld der privaten Kreationen hinterher fährt.

mit sportlichem Gruß

*A

Für Korkkupplungen gibt es von mir die "Super Racing-Gripp-Pampe" - Tuning für die Korkkupplung! ;-)
PS: Mir ist die Freude vergangen hier noch etwas zu schreiben - weil in diesem Forum ein spießbürgerlicher Geist herrscht und Pöbeln gegen Andersdenkende gefördert wird.
Über private Mails bleibe ich noch erreichbar.

http://www.historywebsite.co.uk/Museum/T...rcycles/ajs.htm

F 350 Offline

Profi


Beiträge: 2.661

21.02.2011 15:22
#34 RE: Neuer Pressebericht über die DHM antworten

Mit dem Hinterherfahren könnte man ja noch leben. Aber die DHM fährt ja mehrheitlich auf Strecken, wo das schöne Original zwangsläufig gemordet wird.Und deshalb taucht dort keiner mehr auf!

LOUD PIPES SAVE LIVES!

winzling Offline

Profi


Beiträge: 4.909

21.02.2011 15:30
#35 RE: Neuer Pressebericht über die DHM antworten

ja scheiße wenn man das wilde Tier im Manne an den Gashahn einer originalen Rennmaschine lässt und dann auch noch zu wenige Kurven zur Verfügung stellt.

Für Korkkupplungen gibt es von mir die "Super Racing-Gripp-Pampe" - Tuning für die Korkkupplung! ;-)
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F 350 Offline

Profi


Beiträge: 2.661

21.02.2011 15:51
#36 RE: Neuer Pressebericht über die DHM antworten

Dem klugen Manne bleibt ja noch die Wahl zwischen Gasfingerbeherrschung...ne Gashand ist was neuzeitliches!...und schlichtem Nichterscheinen auf eben jenen Strecken.

LOUD PIPES SAVE LIVES!

rzehn Offline

Schrauber

Beiträge: 423

21.02.2011 21:55
#37 RE: Neuer Pressebericht über die DHM antworten

hallo carco

habe deine beiträge gelesen und stimme dir zum teil zu.besonders der beitrag von heute 13.59 uhr stellt die situation genau so dar wie sie ist.
ich sehe allerdings keinen fehler darin dass hier amerikanische gespanne antreten die motorleistung moderner motorräder haben.
allerdings haben die neugebauten kawasukihonda pseudoracer bei einer oldtimerveranstaltung absolut nichts verloren.wenn in oldtimerzeitschriften seitenlange berichte mit hochglanzbildern über neuerstandene rennmaschinen der szene vorgestellt werden,und noch dazu gelobt werden dann stimmt mich das nicht sehr froh.wenn dann auch noch geschrieben wird dass dieser nachbau ein vermögen gekostet hat fehlt mir das verständnis.denn man hätte um dieses geld auch etwas" wertvolles,echtes "kaufen können.
zum thema lizenz:ich sehe absolut nicht ein dass wenn ich mit meinen motorrad einstellfahrten mache oder an gleichgültigkeitsläufen(gleichmäßigkeitsläufen)teilnehme eine lizenz benötige.ich fahre seit jahren bei "grab the flag"rennen,obwohl es hier auf schnelle(nicht gleichmäßige)rundenzeiten ankommt kam hier niemand auf die idee eine lizenz zu verlangen.
mir ist aber klar dass die kursmiete für ein wochenende zig tausende €.-kostet.dieses geld bringt natürlich nicht der weihnachtsmann.wenn ich aber einen oldtimerclub mit mehreren tausend mitgliedern habe dann sollte doch auch etwas geld in der kasse sein mit welchen man so eine ringmiete mitfinanzieren könnte,dazu noch sponsorengelder und den rest werden die fahrer berappen(bringt keinen um).dann müsste man nicht jeden und alles starten lassen.das material würde hochwertiger und sponsoren wären dadurch leichter zu begeistern.

so sehe ich die dinge
rzehn

winzling Offline

Profi


Beiträge: 4.909

22.02.2011 00:59
#38 RE: Neuer Pressebericht über die DHM antworten

danke RZehn!

oder anders formuliert:

Soll das H aus der DHM erst dann gestrichen werden wenn der letzte Mohikaner (der letzte authentische bzw. historische Racer) auf den Rennstrecken verschwunden ist?

Oder sollten (verdammt noch mal!) die verantwortlichen Personen der Verbände und Veranstalter, den Überbleibseln der historischen Rennszene, endlich die Beachtung und Fürsorge angedeihen lassen welche für deren Erhalt und Förderung dienlich sind?

Dazu gehört zunächst zu differenzieren ( können und wollen) was authentisch bzw. original ist!

Wer sich mit der edlen und feinen Insignien H wie historisch schmückt, sollte auch eine aufrichtige Wertschätzung dafür haben und eine entsprechende (besondere) Förderung dafür betreiben!

Besondere Förderung bedeutet:

- unsinnige bürokratische Regularien und Lizenzen auszumisten,
- eine würdigende Präsentation,
- auf Startgelder zu verzichten,
oder sogar
- besondere Fahrzeuge und deren Besitzer besonders zu betreuen (nicht nur die Promis und ViPs).

Eine historische Rennkultur muß stetig kultiviert werden (wenn sie nicht verschwinden soll) - aber das können die Besitzer jener Fahrzeuge nicht alleine.

*A

Für Korkkupplungen gibt es von mir die "Super Racing-Gripp-Pampe" - Tuning für die Korkkupplung! ;-)
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m.schenker Offline

VFV Vorstand


Beiträge: 20.160

22.02.2011 07:38
#39 RE: Neuer Pressebericht über die DHM antworten

Ich wuerde es NICHT moegen, wenn die die VFV-Verbandskasse fuer die Rennfraktion ausgeblutet wird. Weil es kein RENN-Verband ist! Das sollte allen klar sein. Wer Rennen fahren will (auch historische Rennen) muss ein finanzielles Konzept haben. Vergleicht das mal mit den Veranstaltungen wie Hamburg, da kosten 4x 15/20 min. Fahrerei als Demolauf nun 100 Euro Startgeld auf einem Kurs, den man nicht wirklich als "Rennkurs" bezeichnen kann (machte aber trotzdem Spass).

Ist das ein Henne/Ei Problem hier? Zu wenige "echte" Teilnehmer, damit kein Geld. Also mehr Replikas/Fakes, um Geld zu bekommen... genau wie im Stadtpark.
Die Lizenzvergabe ist mir unklar, wozu dient das eigentlich? Rechtliche Absicherung des Veranstalters?!

Gruß, Martin

Präsident des Veteranen-Fahrzeug-Verbandes (VFV)
martinschenker@veteranen-fahrzeug-verband.de
www.veteranen-fahrzeug-verband.de

Motorsportler Offline

Schrauber


Beiträge: 984

22.02.2011 08:52
#40 RE: Neuer Pressebericht über die DHM antworten

Lieber Winzling,

wenn es so einfach wäre wie Du es beschreibst, wäre die Welt schön.

Es hatte es schon einmal früher erklärt, eine Rennstrecke anzumieten kostet je nach Lage und Tag zwischen €40.000 bis €70.000. Zuschauereinnahmen etc. stecken alleine die Rennstreckenbetreiber ein. Sponsoren gibt es nicht.

Aber auch Schotten zum Beispiel kostet den Veranstalter rund € 30.000 bis € 40.000 um einen Straßenkurs herzurichten. Man bedenke allerdings die vielen Freiwilligen die dort vorher und nachher schufften.

Wie sollen solche Veranstaltungen mit 30 echten Rennmaschinen bewerkstelligt werden???

Dann zu dem Thema Lizenzen. Die DHM hat den offiziellen Status einer Deutschen Meisterschaft. Ebenso wie die IDM, was auch gewollt ist.

Wir benötigen eine festes Reglement in Technischen und und Wettbewerbestimmungen, deshalben haben wir uns auch diesem Reglement unterworfen.

Lizenzinhaber genießen zudem den Schutz einer Unfallversicherung. Diese schützt auch den privaten Veranstalter vor erheblichen Schadensersatzforderungen eines Fahrers, in dem Fall eines Unfalles. Oder bist Du der Meinung, dass der private, freiwillige Veranstalter für den Fall haften soll, wenn Du stürzt, nur weil ein Heuballen 10 cm verrutscht ist.

Auch die Diskussion über die Lizenzen ist doch kein Problem der DHM. Für sehr viele historischen Veranstaltungen in Deutschland als auch im Ausland ist eine solche Lizenz vorgeschrieben. Veranstalter die keine Lizenzen fordern, schließen eine Gruppenversicherung ab, was dann den Startpreis erhöht.

Wir müssen ganz klar unterscheiden. Die DHM ist keine Oldtimerausstellung oder Ausfahrt, in dem ich mein altes Kulturgut präsentiere und mich von Zuschauern feiern lasse, was ich doch für ein tolles Motorrad habe. Es kommt nicht darauf an, ob ein Schriftzug original ist oder eine Schraube richtig plaziert.

Wir betreiben Motorsport mit alten Motorrädern.

Hinzu kommt, das ja Präsentationsfahrten angeboten werden. Vergleiche zum Beispiel Hockenheim. Leider kommen dort viele ausländische Fahrer, aber die Deutschen ziehen sich zurück, mit der Erklärung, früher war alles besser.

Denk mal an Schotten. Diese Jahr soll di Antikklasse evtl wieder teilnehmen können. Ich wette schon jetzt, das da 5 bis 7 Motorräder auftauchen und der Rest wieder etwas findet, warum er nicht kommen möchte.

Ich kann nur alle appelieren, wenn Ihr mit Euren alten Schätzen fahren wollt, dann meldet Euch, rauft Euch zusammen und wenn genügend Interessenten zusammenkommen, wird es auch eine Möglichkeit geben, Euch in unser Programm einzubauen.

Wenn ich allerdings lese, das jetzt die ausgewählten Strecken schuld sind, weil sie zu schnell sind, da weis ich nicht was ich hierauf antworten soll.

Ich weiß, das es in Deutschland schwer ist, von einer eigenen Meinung abzurücken. Manchmal würde ich mir allerdings wünschen, das Kritiker auch mal nach den Hintergründen fragen, warum etwas so ist, wie es ist.

Ich würde mich freuen, wenn die Kritiker alle am 1. April nach Oschersleben kommen würden, um nicht nur zwanglosen Motorsport zu betreiben, sondern auch einmal Einblick in unsere Serie nehmen und sich mit den Problemen befassen würden, mit denen wir kämpfen.

Weder am Preis noch an der Strecke kann es wohl liegen. Also kommt und macht mit. Ihr seit alle herzlich eingeladen.

mit sportlichen Grüßen

Stephan Otto

FN Offline

Profi

Beiträge: 1.461

22.02.2011 09:01
#41 RE: Neuer Pressebericht über die DHM antworten

Ich fahre nur da wo ich keine Lizens brauche und ich nicht bei meinen Maschinen den Ständer abbauen muss-der original wie auch zu damaliger Zeit bei vielen alten Sport oder Rennmaschinen angebaut war ! Natürlich ordentlich gesichert gegen Verlust mit geeigneten Sicherungsmitteln ! Bürokratie abbauen und die Fahrer mit schönen echten Maschinen kommen wieder ! Einfach mal über die Grenzen zu unseren Nachbarn schauen wie es da gemacht wird ! Mfg.-Frank !

Carco Online

Profi


Beiträge: 1.954

22.02.2011 09:29
#42 RE: Neuer Pressebericht über die DHM antworten

Martin, man muß dazu sagen dass der VFV damals der Initiator der Gleichmäßigkeitsläufe war und diese Veranstaltungen auch selbst durchgeführt hat.

Bei den heutigen Rennstreckenkosten wäre dies sicherlich nicht mehr zu bewältigen, aber; Man könnte ja ausweichen.
Sportflughäfen wie Dahlemer Binz, vielleicht wieder Contidrom und einige Stadtkurse. 5 Veranstaltungen im Jahr würden vollkommen ausreichen.
Und dann alles ohne Lizenzen und Geräuschminderungen. Zurück zu den Ursprüngen.

Im Rahmen der DHM sehe ich ehrlich gesagt keine Zukunft für Originale. Es passt nicht zusammen was nicht zusammen gehört.

Die allermeisten Besitzer und Fahrer sind mit ihren Schätzen zuhause geblieben, bzw. haben sich dem Bastelbudenwettbewerb angepasst, weil man mit dem originalem Material gnadenlos durch moderneres Material abgehängt worden ist.

Und bei aller "Gleichmäßigkeit", es wurde schon immer recht gut Gas gegeben.

Ich kann mich noch sehr gut an die vielen tollen echten Rennmaschinen erinnern die in den Achtzigern das Fahrerlager des Nürburgrings füllten.
Auch damals gab es einige Eigenbauten. Aber diese enstanden meist alle in den Fünfzigern und waren auch bekannt.

Dann kamen die ersten Nachbauten, NSU Sportmax, BMW RS54 und R51SS sowie R51RS und natürlich die Domiracer. Aber diese Nachbauten waren meist noch qualitativ recht gut. Was den meisten Nachbauten jedoch gemein war, dass sie oft die Motorräder spiegelten deren Vorbilder ja auch schon aus Serienmaschinen enstanden. (Klar, Serienmaschine vorhanden, bauen wir jetzt mal eine Rennmaschine draus). Deshalb bekamen sie eine eigene Kategorie und wurden bei vollen Starterfeldern, wenn genug original Material vorhanden war nicht berücksichtigt.

Die Baujahresgrenze war glaube ich 1968 und jap. Zweitakter waren nicht zugelassen.

Eine Lizenz war deshalb nicht notwendig, da es sich ja offiziell nicht um Rennen sondern um Gleichmäßigkeitsläufe handelte.

Wie andere Rennserien (Grab the flag) zeigen, benötigt man auch heute nicht unbedingt eine Lizenz.

Die OMK hat damals sogar Fahrern die an diesen "wilden Rennen" teilnehmen, Lizenzentzug gedroht, soweit sie eine hatten und an den OMK Veranstaltungen auch teilnahmen.

Uns wurde von der OMK mitgeteilt; "Da es sich ja doch meist um verkappte Rennen handelt sei eine Lizenz notwendig".

Das Beste aber war, dass man Fahrern ab dem 65.sten Lebensjahr nur noch die Teilnahme mit Vorkriegsrennern gewähren ließ.

Das war dann für viele das aus.

Man kann im Nachhinein wirklich behaupten die OMK wurde zum Totengräber der originalen alten Rennmaschinenkultur. Auch wenn es nötig war sich neueren Rennmaschinen zu öffnen und damit noch mehr Klassen in ein Tagesprogramm zu stopfen. Aus war es mit der Gemütlichkeit. Fortan schauten die Teilnehmer ständig auf ihre Uhren.

Das einzige was heute helfen würde, wäre solch eine Veranstaltung zu trennen. Baujahresgrenze Bspw. 1975 und Ende, bzw. weniger Klassen in ein Tagesprogramm einzustellen. Das würde dann allerdings finanziell nicht mehr ausgehen. Denn um solch eine Veranstaltung zu organisieren braucht es nun mal auch das Geld der Teilnehmer. Und damit das Ganze für die Teilnehmer finanziell im Rahmen bleibt, benötigt man halt viele Teilnehmer.
Und um möglichst viele Teilnehmer zu bekommen, muß man Zugeständnisse an das Material machen was da von den Teilnehmern beigebracht wird.
Also beißt sich die Katze wieder in den eigenen Schwanz.

Der DSMB müsste sich aufraffen den Teilnehmern mit originalen alten Rennmotorrädern mehr Aufmerksamkeit widmen.
Eine 10 min. Präsentationsfahrt in einem ansonsten vollgespickten Programm reicht da nicht aus.
Aber genau da ist auch ein Problem. Die DHM ist ja eine Meisterschaft. Und die hat dann nun mal Priorität.

Zitat: "Wenn wirklich daran gelegen ist diese alten Originale wieder auf die Strecken zu bringen, dann nur mit gewissen Zugeständnissen an die Fahrer, sprich Sonderrechten, ohne Lizenzzwang und geräuschmindernden Maßnahmen, wie es ja sogar bei einigen Veranstaltungen bereits heute in Form von Demonstrationsläufen gemacht wird."

So oder so, es wird sehr schwer werden die Bedürfnisse aller unter einen Hut zu bringen.

Meine Prognose deshalb; Es bleibt so wie es ist, bzw. wird schlimmer.
Die DHM ist eine Spielwiese für Leute die mit einem gewissen Budget gerne vermeintliche Rennen fahren möchten.
Im modernen Rennsport würden sie abgesehen von den finanziellen Möglichkeiten vermutlich gnadenlos scheitern.

Das soll aber nicht deren Leistung und Spaß schmälern. Ich bin überzeugt dass alle Teilnehmer einen Riesenspaß haben und froh sind dass sie sich bei einer solchen Veranstaltung austoben können.

Insofern haben auch diese Veranstaltungen eine Berechtigung, aber wie schon gesagt:

Zitat; "Ich will diese DHM-Serie auch nicht verdammen, wie jetzt vielleicht von einigen angenommen wird, aber es sind die Ansprüche die mit der Wirklichkeit nicht mithalten."

Alles weitere wären Wiederholungen.

Viele Grüße

Carco

Viele Grüße

Carco

Nur tote Fische schwimmen mit dem Strom.

Motorsportler Offline

Schrauber


Beiträge: 984

22.02.2011 10:07
#43 RE: Neuer Pressebericht über die DHM antworten

Carco, ich danke Dir für die objektive Betrachtung.

Ich werde mich gerne in unsere Serie dafür einsetzen, das es bei uns Sonderläufe für echte Werksrennmaschinen gibt. Vielleicht mit Unterstützung sogar des DMSB und des VFV-Verbandes. Dies setzt allerdings die Bereitschaft voraus, dass die Fahrer von solchen Maschinen bereit sind an mehreren Rennen teilzunehmen und eine Zahl von mindest 30 bis 40 zusammenkommen.

Also Leute, die Interesse haben mit solchen Rennklassikern bei uns teilzunehmen, meldet Euch bitte formlos bei mir. Ich möchte erst mal nur die Interessenten sammeln um eine Diskussionsgrundlage bei den Organisatoren zu haben.

mit sportlichen Grüßen

Stephan Otto

WOldtimerservice Offline

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Beiträge: 2.134

22.02.2011 18:55
#44 RE: Neuer Pressebericht über die DHM antworten

Langsam nervt es!
Ich rechne natürlich gleich wieder damit ins Fettnäpfchen zu treten, aber es sollte der VFV/DHM nur einfach mal bissel über den Tellerand schauen?!
HH Stadpark macht es vor! 100 Eus, auch wenn es Martin zuviel ist, wir finden es ok.
Kurvenrausch (und das macht einer privat, Hut ab!) keine 100 Eus am Tag.
Gut, jeder kann fahren, original, Nach-, Umbau oder Eigenkonstruktion.
Aber da ist doch der Ansatz, oder nicht?
Siegi und Gerd

winzling Offline

Profi


Beiträge: 4.909

23.02.2011 13:28
#45 RE: Neuer Pressebericht über die DHM antworten

danke Stephan!

Deine Engagement ist sehr fein und löblich, aber
je älter der Jahrgang desto schwieriger wird es jedoch Werksrenner auf die Strecke zu bekommen.
Schon die Kategorien "originale" Supersport Modelle, TT-Modelle, Racing Modelle für die pre 30er Jahrgänge empfinde ich sehr attraktiv.
Für die an historischen Motorradrennen Interessierten und für viele Besitzer solcher originaler historischer Sport + Rennmotorräder ist aber leider (aus den nochmals unten erwähnten Gründen) die Attraktivität und die Motivation an den VFV + DHM-Veranstaltungen teilzunehmen leider ziemlich gering.


"Die allermeisten Besitzer und Fahrer sind mit ihren Schätzen zuhause geblieben, bzw. haben sich dem Bastelbudenwettbewerb angepasst, weil man mit dem originalem Material gnadenlos durch moderneres Material abgehängt worden ist."
+
"Der DSMB müsste sich aufraffen den Teilnehmern mit originalen alten Rennmotorrädern mehr Aufmerksamkeit widmen."
+
"- unsinnige bürokratische Regularien und Lizenzen ausmisten,
- eine würdigende Präsentation,... "



*A

Für Korkkupplungen gibt es von mir die "Super Racing-Gripp-Pampe" - Tuning für die Korkkupplung! ;-)
PS: Mir ist die Freude vergangen hier noch etwas zu schreiben - weil in diesem Forum ein spießbürgerlicher Geist herrscht und Pöbeln gegen Andersdenkende gefördert wird.
Über private Mails bleibe ich noch erreichbar.

http://www.historywebsite.co.uk/Museum/T...rcycles/ajs.htm

Motorsportler Offline

Schrauber


Beiträge: 984

24.02.2011 20:16
#46 RE: Neuer Pressebericht über die DHM antworten

Liebe Motorsportfreunde,
die Zeitschrift Motorrad Classic hat in dem heute im Zeitschriftenhandel erschienenen Heft März/April 2011 passend zum Saisonauftakt, über sechs Seiten einen schönen Bericht über die DHM veröffentlicht.

mit sportlichen Grüßen

Stephan Otto

oldimathes Offline

Schrauber


Beiträge: 944

28.02.2011 23:58
#47 RE: Neuer Pressebericht über die DHM antworten

Hallo,
ich bin einer der "neuen Einsteiger" in den Motorsport/Gleichmäßigkeitslauf. Ich gehe jetzt zwar auch schon auf die 5zig zu, hatte aber früher nicht viel mit Motorrädern und Motorsport zu tuen bzw. ich war kein grosser Fan.
Ich weiß nicht mehr genau in welchem Jahr ich das erste Mal in Schotten als Zuschauer war (recherchiert, muß 2003 + mit Agostini 2004 gewesen sein). Es war aber das vorletzte Jahr mit Willi M. und seinen Rennmaschinen. Wir waren begeistert von den tollen Maschinen. Mein Bekannter (grosser Guzzi-Fan der seit 78 eine Moto Guzzi LM 1 besitzt bzw. besaß, weil ich sie ihm vor ein paar Jahren abgekauft habe). Sein Idol war damals G. Agostini und in Schotten stand er neben uns und fuhr später eine MV....Auch Dieter Braun, mir sagte der Name damals nix, fuhr eine Rennmaschine und einige andere mehr. Mein Bekannter kannte Sie (Fahrer und Maschinen fast) alle.
Wir waren begeistert, hautnah an den Motorrädern/Fahrern und hautnah an der Strecke. So etwas kannte ich nicht (am Nürburgring braucht man schon den Feldstecher, um was zu sehen).
Ich denke, so wie in Schotten war das Rennwochenende auch früher und sowas bringt die ALTEN ZEITEN nicht nur mir Nahe.
Mit über 4zig habe ich dort das erste Mal unter freiem Himmel geschaffen. Auch ein Erlebnis, das ich nicht vergessen werde...
Für mich ist so ein "Renn"-Wochenende pure Erholung und entspannen mich vom täglichen Stress. Eine Woche Urlaub in Italien oder Spanien sind doch wessentlich teurer, haben aber den gleichen bzw. besseren Effekt.
So, welche Maschinen nun Originale und welche Replikas und ähnliche waren, kann ich nicht sagen und ist mir auch egal. Die Atmosphäre und das familäre Felling von früher kommt rüber und begeisterte nicht nur mich! Die Zeiten ändern sich. Das es denn Schotten GP so gibt, ist für mich ein Phänomen. Bei uns in NRW würde das scheitern und ich hoffe noch einige Jahre beim Schotten GP fahren zu dürfen. -
Damals fasste ich den Entschluß, irgendwann fährst Du hier auch mal mit. Fehlte nur die passende Maschine. Eine Originale zu hohen 5-stellige Eurobetrag kann/konnte ich mir nicht leisten und das ist meine Meinung, wäre mir auch zum "verheizen" zu Schade.
Irgendwann kaufte ich einen Productionracer der Klasse B mit VFV-Pass. So bin ich zum "Motorsport" gekommen. Das ich hinterher fahre, ist mir egal. Das Felling an der Strecke und im Fahrerlager begeistert mich. Ich denke so war das auch früher.
Das es immer mehrere Meinungen zu dem Thema gibt, ist noch klar. Das es verschiedene Geschmäcker gibt auch. Man sollte hier ein wenig tolerant sein und auch Kompromisse eingehen.
Meiner Meinung nach sind die Veranstaltungen im grossen und ganzen sehr gut.
Schade finde ich, das in Schotten die Willi M. Renner nicht mehr dabei sind. Klar, da gab es auch negative Reaktionen. Aber es ist trotzdem schade. Die Demoläufe sind aber auch interessant. Ich denke da nur an die ohrenbetäubene DKWs. So was habe ich noch nie gehört.
Also seit ein wenig tolerant und seht nicht nur immer das negative! Ich erinnere mich nur an schöne Zeiten in Schotten. (Hat das da mal geregnet?)
Dieses Jahr bin ich wieder dabei. Klasse: B. Startnummer: B52. und.. ich freu mich schon drauf--auch wenn ich überrundet werde und einige über meine Guzzi ablästern werden.
Dabeisein ist alles! Gleichmässig langsam kann ich auch.
Grüsse an Alle
oldimathes

----------------------------------------------

Heute erlebt...., morgen Geschichte.....!

Motorsportler Offline

Schrauber


Beiträge: 984

06.05.2011 11:30
#48 RE: Neuer Pressebericht über die DHM antworten

Liebe Motorsportfreunde,

ich möchte zunächst auf das aktuelle Heft der zeitschrift Oldtimer Markt hinweisen.
Hierin ist ein schöner Bericht über die Sammlung von bimota KB1 unseres Fahrers Joachim Weise enthalten.

Schließlich darf ich darauf hinweisen, dass am 13 Juni zu der Veranstaltung des MSC Porz, das Kamerateam des DMSB anwesend sein wird. Der Bericht kann dann über www.DMSB.tv kostenfrei im Internet angeschaut werden.

mit sportlichen Grüßen

Stephan Otto

Motorsportler Offline

Schrauber


Beiträge: 984

08.08.2011 19:49
#49 RE: Neuer Pressebericht über die DHM antworten

Liebe Motorsportfreunde,
ich möchte Euch auf die aktuelle Klassik Motorrad Nr.5 hinweisen.
Frank-Albert Illg hat hier einen sehr schönen Bericht über unseren Fahrer Flavio Laus und Herrn Prof. Manfred Amelang von der Veranstaltung in Metz veröffentlicht.

mit sportlichen Grüßen

Stephan Otto

Motorsportler Offline

Schrauber


Beiträge: 984

05.09.2011 09:22
#50 RE: Neuer Pressebericht über die DHM antworten

Hier gibt es es dem Bericht des SWR, über den Hockenheim Classic Grand Prix:

www.swrmediathek.de

Ihr müsst unter "suchen", Hockenheim eingeben.

mit sportlichen Grüßen

Stephan Otto

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